Stiller Platz für eine laute Frau

In der Brigittenau haben öffentliche Räume meist männliche Namen. Eine Ausnahme: der Maria-Restituta-Platz. Er erinnert an eine Frau, die sich den Nationalsozialisten widersetzte – und dafür mit dem Leben bezahlte.

Wo Christine Nöstlinger wohnte

Die berühmte Autorin lebte bis zu ihrem Tod in einer Dachwohnung nahe des Hannovermarkts. Kinderbücher schrieb sie hier keine mehr, Interviews gab sie aber noch einige.

Der alte Nordbahnhof

Auf dem Wiener Nordbahnhof kamen viele Jüdinnen und Juden an, die aus der Enge der galizischen Schtetln in die Hauptstadt der Monarchie flohen. Dass vom selben Bahnhof auch Deportationszüge nach Auschwitz fuhren, ist heute fast vergessen.

Trunnerstraße und Else-Feldmann-Park

Durch die Trunnerstraße fuhren einst Hitler, Göring und Goebbels zu ihren Auftritten im Nordwestbahnhof. Heute erinnert hier ein Park an eine von den Nazis ermordeten jüdischen Schriftstellerin

Robert Blum

Wo heute in der Brigittenau Schrebergärten entlang eines Bahndamms stehen, wurde 1848 der deutsche Parlamentarier Robert Blum von kaiserlichen Truppen hingerichtet.

Gaußplatz

Der Gaußplatz hieß früher nach einer jungen Erzherzogin, der eine heimlich gerauchte Zigarette zum Verhängnis wurde.

Die Reitschule Schawel

Wo heute ein deutscher Diskonter und ein jüdischer Supermarkt ihre Waren anbieten, stand bis in die letzten Kriegstage eine Reitschule mit bemerkenswerter Architektur.

Spuren einer verlorenen Ära

Ein unscheinbarer Malerbetrieb in der Wallensteinstraße 55 schließt – und legt ein Stück Wiener Kinogeschichte frei.

Der falsche Freiheitskämpfer

Der Leopoldstädter Arnold Deutsch opferte sich angeblich während der Nazi-Herrschaft für ein freies Österreich. Tatsächlich war er ein Top-Spion der Sowjetunion.